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Kaimelau mit Berszienen (früherer Ortsteil)


Übersicht
Quelle: Gumbinnen von Dr. Grenz

Kaimelau mit Berszienen (früherer Ortsteil): Kirchspiel Branden (Ischdaggen). Amtsbezirk und Standesamtsbezirk Branden (Ischdaggen). E.: 189. GH.: 700,— RM. G.: 647 ha. —
 
Einklassige Volksschule, 1908 erbaut, 1925: Lehrer Arthur Gottschalk, 1937: Lehrer Paul Stullgies (lt. OF bis zur Vertreibung im Ort). —

1937: Bürgermeister Leo Karschuck (bis zur Vertreibung im Amt lt. OF). —

Post Schlappacken üb. Gumbinnen (14 km). —

Landwirte: Otto Brauer, Fritz Embacher, Rudolf Heisel, Albert Karschuck, Fritz Oschlies, Wilhelm Seiler. —

Bauern: Willy Bieber, Franz Brauer, Emil Embacher, Gustav Erlach, Matthes Heisel, Johann Kastell, Franz Plauschinat. —
 
Besitzer: Fritz Winkler. —

Wirtschafter Karl Ficht. —

Handwerker: Schneidermeister Willi Brauer, Maler Richard Sommer. —

Hirt: Gustav Bieber. —

Melker Fritz Knapp. —

Deputanten: Otto Lehmann, Franz Reuter und Gustav Schamborski. —

Arbeiter: Martin Kupries, Arbeiterin Justine Sendrowski. —

2 Altsitzer, 1 Altsitzerin, 1 Rentenempfängerin. —

Im Ortsteil Gut Berszienen (Berschienen) 1937: Wirtschafter Otto Brauer, Gutsbesitzer Arnold Hahn, Schmied Emil Schelsky, Melker Otto Gieger, Deputant Karl Gerdawischke und Gustav Zimmermann, Arbeiter Franz Lehnert, Arbeiter Emil Pudwell, Arbeiter Ernst Wrobel, Rentenempfänger Johann Zimmermann, Rentenempfängerin Maria Gieger. —

1925 in Kaimelau: Gemeindevorsteher Friedrich Karschuck, 8 Besitzer, 1 Gutspächter (Gustav Muskulus), 1 Wirtschafter, 1 Erzieherin, 1 Pächter, 1 Tischler. —

Berszienen gehört 1925 zu Florkehmen und ist dort mit hineinverarbeitet!

Von Gut Berszienen ein Lageplan im Archiv der Kreisgemeinschaft Gumbinnen mit Aufzeichnung der einzelnen Gebäude, die unterschieden werden nach Wohnhäusern (4), Ställen (7) und Scheunen (3). Name des Zeichners nicht genannt. —

Der letzte Amtsbezirksvorsteher Fritz Nikiaus berichtet über den Ort:

Die Gemeinde Kaimelau hatte sehr schweren Boden. Die Eigentümer zum Zeitpunkt der Vertreibung waren: Gertrud Brauer 2,78 ha. Emil Embacher 82,50 ha., Gustav Erlach 6,50 ha., Helene Hahn 198,00 ha., Rudolf Heisel 64,00 ha., Leo Karschuck 54,37 ha., Frieda Langel 57,50 ha., Emma Plauschinat 11,50 ha., Otto Werner 200,00 ha., Fritz Winkler 4,50 ha., Willy Bieber 10,00 ha.

In Kaimelau hat es bei der großen Pest 1709/10 keine Oberlebenden gegeben. Bei der Neubesiedlung wurden hier nur Salzburger angesetzt. —

Im Archiv der Kreisgemeinschaft Gumbinnen 1 Ortsfragebogen von 1966 und 1 Ortsskizze nach Meßtischblatt, mit Eintragung von 20 Gehöften.

Der Ort lag an der Pissa (Rominte). Friedrich Karschuck, der Vorgänger von Leo Karschuck, war 40 Jahre lang Bürgermeister am Ort.

Der zuständige Amtsvorsteher des A. Branden, F. Nikiaus, wohnte in Altlinden (Jodszleidszen).

Zuständiger Polizeiposten in Gerwen (Gerwischkehmen).

Keine Gastwirtschaft, kein Kaufladen am Ort. Keine selbständigen Handwerker.

Zusammen mit Gut Berszienen 10 landwirtschaftliche Betriebe. Keine Mühle. In der Nähe das Angermoor (Tarpupp-Moor). —
 
Verkehrslage: 7 km bis Bahnhof Kanthausen (Judtschen).

Im Ersten Weltkrieg 3, im Zweiten Weltkrieg 2 Gefallene. —

Im 18. Jahrhundert Salzburger angesiedelt.


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