Fiedler, Wilhelm, geb. 28.08.1891, von Beruf Lehrer, war Gauspielwart der Deutschen Turnerschaft in Ostpreußen, heute Gaualtersturnwart. Sein tatkräftiger Einsatz brachte das Spielwesen der Turner auf eine beachtliche Höhe.


von Flottwell, Eduard, geb. 23.07.1786 in Insterburg, gest. 25.05.1865 in Berlin. Er war 1812 zum Oberlandesgerichtsrat in Königsberg ernannt worden. Auf Be­treiben Theodor von Schöns wurde er jedoch wenige Monate später als Rat und Justitiar an die Regierung nach Gumbinnen berufen und trat damit in die Verwaltung über. Als Kommissar für die Verpflegungs- und Einquartierungsangelegenheiten ent­faltete er in den Jahren 1812 und 1813 eine verdienstvolle Tätigkeit. Im Jahre 1816 verließ er Gumbinnen und wurde Oberpräsident in Danzig. Es folgte noch eine wechselvolle, aber doch steigende Karriere im Verwaltungsdienst. Eine Tochter hei­ratete den späteren Konsistorialpräsidenten Immanuel Hegel, einen Sohn des großen Philosophen.


Frentzel, John Peter, geb. 16.02.1816 in Memel, gest. 15.06.1886, im Jahre 1847 siedelte er sich im Kreise Gumbinnen an und verwaltete die Güter Flicken und Perkallen, letzteres kaufte er. Er wohnte meist in Norutschatschen und widmete sich neben der praktischen auch der wissenschaftlichen Landwirtschaft, speziell der Hippologie, ebenso als Freisinniger auch der Politik. Als „Junglitauer" schloss er sich der 1861 gegründeten Fortschrittspartei an. Ein Flugblatt: „Was tut dem Landmann in Preußen not?" brachte ihn wegen Verleumdung des Staatsministeriums 1864 vor Ge­richt; er wurde 1865 freigesprochen, erhielt aber 2 Monate Gefängnis wegen Maje­stätsbeleidigung, die er im Gumbinner Gefängnis absaß. Er versah viele Ehrenämter. Im Jahre 1865 erschien das von ihm bearbeitete Trakehner Stutbuch, danach das Stutbuch englischer Vollblutpferde. F. starb in einem Königsberger Krankenhaus und fand in Flicken bei Gumbinnen seine letzte Ruhestätte.


Friese, Richard, geb. 1854 in Gumbinnen, gest. 1917 in Zwischenahn. Nach dem Schulbesuch musste er als Schreiber beim Landratsamt und beim Magistrat in Gum­binnen arbeiten, fühlte sich aber von Jugend auf zur Malerei berufen. 1871 wurde er aus Mangel an Mitteln zum Studium Lithograph in Berlin. 1874/75 besuchte er die Kunstgewerbeschule und arbeitete bei Steffeck und Meyerheim. Im Jahre 1877 end­lich wurde er Schüler der Kunstakademie in Berlin. In seinen Ferien entdeckte er künstlerisch das Ibenhorster Elchrevier. Kaiser Wilhelm II. förderte und schätzte ihn sehr. Durch häufigen Aufenthalt in Rominten ist F. der Tier- und Landschaftsmaler seiner Heimat geworden. Die Mehrzahl seiner Werke findet sich in Privatbesitz, andere in den Galerien in Dresden, Berlin, Bremen, Münster und Königsberg. 1896 war er zum kgl. preußischen Professor ernannt worden.


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