Heinrici, Karl Friedrich August, geb. 1812, gest. 1881, Konsistorialrat, amtierte von 1858—1881 an der Altstädtische-lutherischen Kirche in Gumbinnen. Er hat sich besonders um die Entwicklung des kirchlichen Lebens im Kreise bemüht. Er war nicht nur ein kraftvoller Prediger, sondern auch ein unvergleichlicher Seelsorger, der seine Pfarrkinder auch in den entferntesten Ortschaften zu Fuß und zu Pferde unermüd­lich aufsuchte. Er brachte ihnen jede erwünschte Hilfe für die Nöte des Leibes und der Seele. Sein Bild hing, gemalt von Asmus, lebensgroß im Amtskleide — in den Händen die offene Bibel haltend — in der Kirche gegenüber dem Aufgang zur Kanzel.

Heinrici, Gotthardt, geb. 25.12.1886 in Gumbinnen, Generaloberst, Sohn des Superintendenten Heinrici in Gumbinnen; erster Offizier, der nach dem Abzug der Russen 1914 in Gumbinnen einritt. Bewährter Heerführer im Zweiten Weltkrieg, zuletzt Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Weichsel.

Heisrath, Friedrich, geb. 1850 in Matzutkehmen, gest. 1904 in Cranz, studierte Medizin in Königsberg und führte an der Universitätsklinik in Königsberg unter Jacobsohn die operative Behandlung der Granulöse (Trachom) ein, durch die er die Bekämpfung der vorher sehr verbreiteten „ägyptischen Augenkrankheit" in der Pro­vinz sehr wirksam und erfolgreich gestaltete. Er war ein angesehener und viel beschäftigter Augenarzt.