Lettau, August, geb. 03.02.1859 in Gerwischkehmen, Kr. Gumbinnen, gest. 27.10.1929. Er war von Beruf Lehrer, hatte Karalene absolviert und wurde einer der er­folgreichsten Beobachter unserer heimischen Pflanzenwelt. Seine Forschungsergeb­nisse sind in den Berichten des Preußischen Botanischen Vereins 1896—1927 ver­öffentlicht; er hat 7 ostpreußische Kreise ganz und 4 ergänzend durchforscht.


von Leyden, Ernst, geb. 20.04.1832 in Danzig, gest. 05.10.1910 in Berlin, als Mili­tärarzt in Gumbinnen stationiert, später genoss er als Arzt Weltruf, zu seinen Patien­ten gehörten Bismarck, Fürst Bülow, der Schah von Persien, Kaiser Friedrich und Kaiser Alexander III. von Russland. 


von Lyncker, Frhr., Landrat und Rittergutsbesitzer in Nemmersdorf war der erste Landrat im Kreise Gumbinnen 1818—1840. Er war ein eifriger Förderer der Land­wirtschaft und Mitbegründer der Landwirtschaftlichen Gesellschaft und der Zeitschrift „Georgine". 


Lölhöffel von Löwensprung, Albrecht, geb. 03.01.1686 in Insterburg, gest. 10.01.1733 in Georgenburg, studierte seit 1703 in Königsberg, 1713 war er litauischer Kam­merrat in Tilsit, wurde wegen seiner Kenntnis der litauischen Sprache auf Wunsch des Grafen Alexander zu Dohna zu der Domänenkommission gezogen. Am 11. März 1721 wurde er bei der Wiedervereinigung der litauischen und ostpreußischen Amts­kammer Preußischer Kammerrat in Königsberg. Im März 1722 weilt er mit dem Kammerdirektor v. Bredow in Berlin zu Konferenzen mit dem König über das Retablissement Ostpreußens, wurde Mitglied der großen Retablissementskommission unter dem Minister von Görne. 1723 wurde er Kriegs- und Domänenrat in Königs­berg, am 29.12.1723 Mitglied der neu errichteten litauischen Kammerdeputation in Gumbinnen. Drei Tage vor seinem Tode, der auf einer Dienstreise in Georgenburg erfolgte, wurde er zum Direktor der litauischen Deputation ernannt.


Lohmeyer, Karl Heinrich, geb. 24.09.1832 in Gumbinnen, gest. 15.05.1909 in Königsberg, er wurde ohne Arme geboren, kam zehnjährig in die Elementarschule, 12-jährig zum Friedrichsgymnasium in Gumbinnen, bestand 1852 das Abitur und stu­dierte in Königsberg Geschichte, promovierte über Richard I. von England, wurde 1866 Privatdozent, seine Antrittsvorlesung „Über den heutigen Stand der Forschung auf dem Gebiete unserer Provinzialforschung" bedeutete sein Programm: Abkehr von der romantischen Geschichtsschreibung Johannes Voigts und Übergang zur quellenkritischen Schule, wie sie von den Herausgebern der Scriptores rerum Prussicarum und den Ermländern im letzten Jahrzehnt inauguriert war. 1873 wurde er a. o. Professor der Geschichte mit dem Lehrauftrag für altpreußische Landesge­schichte. Dieser widmete er sich fast ausschließlich. Als wichtigstes Ergebnis seiner Forschungen erschien 1880 der 1. Teil der Geschichte von Ost- und Westpreußen. Un­ter den Veröffentlichungen des Geschichtsvereins gab L. das Haushaltungsbuch des Kaspar Nostiz heraus, eine sehr wertvolle Quelle für die preußische Geschichte des 16. Jahrhunderts.


Ludwich, Konstantin Herrmann Arthur, geb. 18.05.1840 in Lyck, gest. 12.11.1920 in Königsberg, besuchte das Gymnasium in Gumbinnen, studierte in Königs­berg Theologie und Philologie, war ein ausgezeichneter Graecist; seine wissenschaft­liche Arbeit betraf vor allem die Werke Homers und seiner alten Erklärer von Alexandria bis Byzanz.


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