Walther, Roderich, Landrat. Er hat von 1921 bis 1945, also 24 Jahre lang in Krieg und Frieden tatkräftig die Geschicke des Kreises Gumbinnen gelenkt. Er war der letzte Landrat des Kreises vor der Vertreibung und schrieb selbst noch einen Bei­trag über seine Tätigkeit, im Buch von Dr. Grenz (s. Quelle) abgedruckt ist.


Wander, Gert, geb. am 25.07.1899 in Tilsit, gest. 25.09.1964 in Celle, zwei Jahre bei der Regierung in Gumbinnen tätig, später in Insterburg, räumte 1944 gegen die Anordnungen des NS-Verteidigungskommissars die Stadt Insterburg. Seinem Wage­mut verdankten Tausende von Insterburgern die Erhaltung des Lebens. Nach der Vertreibung begründete er mit Fritz Padeffke die Kreisgemeinschaft Insterburg-Stadt.


von Werner, Ludwig Reinhold, geb. 05.05.1726 in Brasnicken im Samland, gest. 18.11.1756 ebenda, war Jurist und wurde 1745 Kriegs- und Domänenrat bei der Kammer in Gumbinnen, 1752 nach Küstrin versetzt und schon vier Jahre später krankheitshalber entlassen. Er war ein bekannter Historiker und Topograf seiner ostpreußischen Heimat. Er besaß eine große Bibliothek mit Büchern, Manuskripten und Urkunden zur preußischen Geschichte, die nach seinem Tode leider versteigert wurde, machte Ausgrabungen und schrieb Werke, von denen einige noch heute von großem Wert sind.


Wölbing, Albert, geb. 15.11.1859 in Mittelhausen/Thüringen, gest. 25.10.1934 in Gumbinnen, Maurer- und Zimmermeister, Stadtrat und Stadtverordnetenvorste­her, Präsident der Handwerkskammer; eine Persönlichkeit, die die Entwicklung Gumbinnens weitgehend beeinflusst hat.


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